Eine CE-Kennzeichnung, eine Produktangabe wie „200 A“ und die verifizierte Schweißleistung sind nicht dasselbe. Die CE-Kennzeichnung bezieht sich auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, während die tatsächlich nutzbare Leistung von der Lastspannung, dem Einschaltdauerverhältnis, den Versorgungsbedingungen und entsprechenden Prüfnachweisen abhängt. Tabelle 1 fasst den Zusammenhang zwischen diesen Faktoren zusammen.

Tabelle 1. CE-Kennzeichnung, Einschaltdauer und tatsächliche Schweißleistung

FaktorWas es bedeutetWas sie nicht belegt
CE-KennzeichnungDer Hersteller erklärt, dass das Produkt den geltenden EU-Anforderungen entspricht.Die angegebene Schweißstromstärke wird dadurch nicht unabhängig überprüft.
Angegebene StromstärkeDie in der Produktbeschreibung oder im Marketingmaterial angegebene maximale Ausgangsstromstärke.Sie gibt nicht an, wie lange der Strom aufrechterhalten werden kann.
LastspannungDie Spannung, die bei einer bestimmten Schweißstromstärke unter Last auftritt.Bei einer anderen Spannung gemessene Stromwerte sind nicht direkt vergleichbar.
EinschaltdauerDer prozentuale Anteil einer definierten Zeitspanne, während der das Gerät mit der angegebenen Leistung schweißen kann.Eine Nennstromangabe bedeutet nicht, dass ein Dauerbetrieb möglich ist.
Tatsächliche nutzbare LeistungDer Strom, der bei der angegebenen Lastspannung, dem angegebenen Einschaltverhältnis, der angegebenen Temperatur und den angegebenen Versorgungsbedingungen aufrechterhalten werden kann.Er lässt sich nicht allein anhand des CE-Zeichens oder der Anzeige auf dem Bedienfeld ermitteln.

Die CE-Kennzeichnung bezieht sich auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Die tatsächlich nutzbare Leistung muss anhand des Nennstroms, der Lastspannung, des Einschaltverhältnisses, der Betriebsbedingungen und entsprechender Prüfnachweise bewertet werden.

Für Käufer in Deutschland umfasst eine wirksame Überprüfung der Zertifizierung von Schweißgeräten daher mehr als nur das Auffinden eines CE-Zeichens. Sie erfordert eine modellbezogene Überprüfung von Dokumenten, Nennwerten und Betriebsbedingungen.

1. Was die Zertifizierung von Schweißgeräten in Deutschland tatsächlich bedeutet

Der Begriff „zertifiziertes Schweißgerät“ wird oft sehr weit gefasst verwendet. Er kann sich auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, die Prüfung gemäß einer technischen Norm, die Kalibrierung oder eine interne Qualitätsprüfung beziehen. Er muss zudem von den Qualifikationen eines Schweißers, eines Schweißverfahrens oder eines Prüffachmanns unterschieden werden.

Bei Geräten, die auf dem deutschen Markt in Verkehr gebracht werden, sollten Käufer zunächst klären, was die vorliegenden Nachweise tatsächlich abdecken.

CE-Kennzeichnung: Rechtskonformität, keine Garantie für die Stromstärke

Die CE-Kennzeichnung zeigt an, dass der Hersteller erklärt, das Produkt entspreche den für dieses Produkt geltenden EU-Rechtsvorschriften. In den Leitlinien der Europäischen Kommission wird zudem klargestellt, dass die CE-Kennzeichnung kein allgemeines Qualitätssiegel ist.

Ein CE-Logo allein gibt einem Käufer keine Auskunft darüber:

  • ob die angegebene maximale Stromstärke unabhängig gemessen wurde
  • wie lange diese Stromstärke aufrechterhalten werden kann
  • bei welcher Lastspannung oder Umgebungstemperatur sie ausgelegt ist
  • ob ein unabhängiges Labor beteiligt war
  • ob die Produktanzeige den Strom während des Schweißvorgangs korrekt wiedergibt

Das aussagekräftigere Dokument ist die modellspezifische EU-Konformitätserklärung. Darin sollten das Gerät, der Hersteller, die geltenden Rechtsvorschriften sowie die technischen Normen aufgeführt sein, auf die sich die Erklärung stützt.

Zertifizierung, Konformitätserklärung, Prüfbericht und Kalibrierung sind nicht dasselbe

Verschiedene Nachweise beantworten unterschiedliche Fragen.

NachweisHauptzweckHauptbeschränkung
CE-KennzeichnungZeigt die erklärte Konformität mit den geltenden EU-Anforderungen anBeweist keine bestimmte nutzbare Stromstärke
EU-KonformitätserklärungNennt das Produkt und die Rechtsgrundlage für die KonformitätEnthält in der Regel keine vollständigen Prüfdaten
PrüfberichtHält die unter den angegebenen Prüfbedingungen erzielten Ergebnisse festGilt nur für das geprüfte Modell und die geprüfte Konfiguration
Kalibrierungs- oder ValidierungsprotokollÜberprüft die Messgenauigkeit oder die Leistungsfähigkeit der GeräteErsetzt nicht die Dokumentation zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Ein allgemeines „CE-Zertifikat“ ohne genaue Angabe des Modells, des Herstellers oder einer rückverfolgbaren Erklärung sollte nicht als ausreichender Nachweis angesehen werden.

2. Die Zahlen, die die tatsächliche Schweißleistung bestimmen

Die im Produktnamen angegebene Stromstärke ist nur ein Teil der Nennleistung. Für einen aussagekräftigen Vergleich müssen auch das Schweißverfahren, die Lastspannung, der Einschaltdauer, die Umgebungstemperatur und die Eingangsbedingungen berücksichtigt werden.

Ausgangsstrom, Eingangsstrom und Leerlaufspannung

Der Ausgangsstrom ist die Stromstärke, die während des Betriebs durch den Schweißkreis fließt. Der Eingangsstrom wird aus dem Stromnetz bezogen. Sie lassen sich nicht direkt vergleichen, da eine Schweißstromquelle elektrische Energie in ein anderes Spannungs- und Strompegel umwandelt.

Die Lastspannung ist die Spannung, die mit einer bestimmten Schweißleistung verbunden ist. Sie hilft dabei, den Betriebspunkt zu definieren, an dem die angegebene Stromstärke bewertet werden sollte.

Die Leerlaufspannung wird gemessen, wenn das Gerät unter Spannung steht, aber kein Schweißlichtbogen besteht. Sie beeinflusst das Lichtbogenzündverhalten und die elektrische Sicherheit, ist jedoch kein Nachweis dafür, dass das Gerät seinen Nennstrom unter Last aufrechterhalten kann.

Aus diesem Grund lassen sich die tatsächliche Schweißstromstärke weder durch Messen des Stroms an der Steckdose noch durch Ablesen des Displays auf der Frontplatte ermitteln.

Maximale Stromstärke, Lastspannung, Einschaltdauer und Umgebungstemperatur

Eine Angabe wie „200 A bei 40 % Einschaltdauer“ bedeutet nicht einen Dauerbetrieb mit 200 A.

Bei einer Definition des Einschaltdauer von zehn Minuten bedeuten 40 %, dass bis zu vier Minuten bei der angegebenen Stromstärke und Lastspannung geschweißt werden kann, gefolgt von sechs Minuten ohne Schweißen, damit sich die Stromquelle abkühlen kann. Die genaue Nennleistung muss zudem mit der angegebenen Umgebungstemperatur in Verbindung gebracht werden.

Zwei Geräte, die als 200-A-Modelle beworben werden, können daher eine sehr unterschiedliche praktische Leistung bieten:

  • Das eine liefert möglicherweise nur für kurze Zeiträume 200 A.
  • Ein anderes liefert möglicherweise einen höheren Dauerstrom bei 100 % Einschaltdauer.
  • Eine Nennleistung kann bei einer niedrigeren Umgebungstemperatur angegeben sein.
  • Die Produkte können unterschiedliche Lastspannungen oder Schweißverfahren verwenden.

Der Einschaltfaktor ist besonders wichtig für die Serienfertigung. Bei gelegentlichen Heftschweißungen oder kurzen WIG-Nähten können die Stabilität bei niedrigen Strömen und die Prozesssteuerung wichtiger sein als der Maximalwert.

3. Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Überprüfung der tatsächlichen Schweißstromstärke

Die Überprüfung sollte mit der Dokumentation und risikoarmen externen Kontrollen beginnen. Elektrische Leistungsprüfungen sollten nur mit geeigneter Ausrüstung und entsprechender fachlicher Kompetenz durchgeführt werden.

Schritt 1: Modell, Typenschild, Bedienungsanleitung und Konformitätserklärung abgleichen

Beginnen Sie damit, das genaue Gerät zu identifizieren, anstatt sich auf die allgemeine Produktfamilie zu beziehen.

Vergleichen Sie:

  1. Die Modellbezeichnung auf dem Typenschild
  2. Den Hersteller oder den verantwortlichen Wirtschaftsakteur
  3. Die Nennspannung und den Nennstrom
  4. Die Leistungsbereiche für jeden Schweißprozess
  5. Die Konformitätserklärung
  6. Die Bedienungsanleitung
  7. Alle angegebenen Serien-, Produktions- oder Dokumentenkennungen

Eine Konformitätserklärung für ein anderes Modell kann nicht als Nachweis für das gekaufte Gerät dienen. Käufer können auf der Seite mit den Handbüchern für Schweißgeräte die verfügbaren Anleitungen finden und diese mit dem tatsächlich gelieferten Gerät vergleichen.

Bitten Sie um Klarstellung, wenn Firmennamen, Modellnummern oder Nennleistungen zwischen dem Angebot, dem Typenschild, der Bedienungsanleitung und der Konformitätserklärung abweichen.

Schritt 2: Umrechnung der angegebenen Nennleistung in einen prüfbaren Zustand

Bevor Sie eine Angabe wie „200 A“ überprüfen, legen Sie fest, was reproduziert werden muss:

  • Schweißverfahren und Polarität
  • Ausgewählter Ausgangsstrom
  • Entsprechende Lastspannung
  • Einschaltdauer
  • Umgebungstemperatur
  • Netzspannung während des Tests
  • Kabellänge und -querschnitt
  • Kapazität von Brenner, Elektrodenhalter und Rückleitung
  • Zustand des Generators oder des Verlängerungskabels, falls zutreffend

Eine auf 200 A eingestellte Anzeige ohne Lichtbogen entspricht nicht 200 A bei der angegebenen Lastspannung. Ebenso kann ein kurzzeitiger Lichtbogenausbruch den angegebenen Einschaltdauerwert nicht nachweisen.

Schritt 3: Messung unter Last mit geeigneten, kalibrierten Messgeräten

Eine orientierende Überprüfung in der Werkstatt kann zwar eine erhebliche Diskrepanz aufdecken, doch erfordert die formelle Überprüfung der Schweißstromquelle kontrollierte Bedingungen.

Der Techniker sollte geeignete Gleichstrom-Messgeräte verwenden, Strom und Spannung unter Last beobachten, die Versorgungsspannung aufzeichnen und den Test sich stabilisieren lassen. Die Geräte müssen für Schweißstromkreise ausgelegt sein und gemäß den Anweisungen verwendet werden.

Die Norm IEC 60974-14 regelt die Kalibrierung, Validierung und Konsistenzprüfung von Lichtbogenschweißgeräten. Wenn eine dokumentierte Genauigkeit erforderlich ist, sollte die Arbeit von einem qualifizierten Techniker oder einer Prüfstelle durchgeführt werden.

Öffnen Sie die Stromquelle nicht und prüfen Sie keine internen stromführenden Schaltkreise. Schweißgeräte enthalten gefährliche Spannungen, auch wenn die externen Bedienelemente einfach erscheinen.

Praxisbeispiel: Korrekte Ablesung der Nennwerte des Tokyo 2300

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Das Tokyo 2300 veranschaulicht, warum die maximale Stromstärke im Zusammenhang mit dem Schweißverfahren, der Lastspannung und dem Einschaltdauerverhältnis betrachtet werden muss. Tabelle 2 vergleicht die dokumentierten Nennbetriebswerte.

Der dokumentierte Bereich liegt im WIG-Modus bei 10–200 A und im MMA-Modus bei 30–170 A. Die WIG-Nennleistung gibt 200 A bei 18 V mit einem Einschaltdauer von 40 % unter einer 40 °C-Bedingung über zehn Minuten an. Der dokumentierte Dauer-WIG-Punkt liegt bei 126 A bei 15 V. Im MMA-Modus gibt die Nennleistung 170 A bei 26,8 V mit einem Einschaltdauer von 30 % an.

Tabelle 2. Nennbetriebswerte des Tokyo 2300

SchweißmodusNenn-AusgangsstromLastspannungEinschaltdauerErläuterung
WIG-Maximum200 A18 V40 %Maximale WIG-Leistung unter den angegebenen Betriebsbedingungen bei 40 °C und einem Einschaltfaktor von 40 %
WIG-Dauerbetrieb126 A15 V100 %Dokumentierter TIG-Dauerbetriebspunkt
MMA-Maximalwert170 A26,8 V30 %Maximale MMA-Leistung unter den angegebenen Einschaltdauerbedingungen

Die Nenn-Spitzenstromstärke und die Nenn-Dauerstromstärke beschreiben unterschiedliche Betriebsbedingungen. Eine maximale WIG-Nennleistung von 200 A bei einem Einschaltverhältnis von 40 % darf nicht als Dauerleistung von 200 A dargestellt werden.

Wie in Tabelle 2 dargestellt, lautet die korrekte Interpretation nicht „Dauerstrom 200 A“. Das Modell Tokyo 2300 ist eine 230-V-Gleichstrom-WIG/MMA-Stromquelle mit unterschiedlichen Nennbetriebswerten für WIG und MMA, und jeder Nennwert muss im Zusammenhang mit der Lastspannung und dem Einschaltverhältnis betrachtet werden.

Die vollständigen aktuellen Produktinformationen finden Sie auf der Produktseite des Tokyo 2300; verlassen Sie sich nicht auf einzelne Zahlenangaben.

4. CE-Kennzeichnung vs. Werbeaussagen: Wie man Schweißgeräte fair vergleicht

Ein fairer Vergleich setzt gleichwertige Betriebsbedingungen voraus. Der Vergleich der maximalen Einstellung eines Geräts mit der Dauerbetriebsleistung eines anderen Geräts führt zu einem irreführenden Ergebnis.

Erstellen Sie eine Vergleichstabelle, in der Äpfel mit Äpfeln verglichen werden

Erfassen Sie für jedes Gerät in Ihrer engeren Auswahl die folgenden Informationen:

VergleichspunktWas zu prüfen ist
SchweißverfahrenWIG, MMA, MIG/MAG oder ein anderes unterstütztes Verfahren
StrombereichMinimale und maximale Ausgangsleistung für diesen Verfahren
NennbetriebspunktStrom in Verbindung mit der Lastspannung
EinschaltdauerProzent, Leistung und angegebene Temperatur
EingangsspannungSpannung, Phase, Wirkstrom und Maximalstrom
AnwendungsgeeignetheitWerkstoff, Dicke, Fugenart und Schweißdauer
ZubehörKompatibilität von Brenner, Kabeln, Elektrodenhalter und Steuerung
NachweiseTypenschild, Bedienungsanleitung, Konformitätserklärung und verfügbare Prüfinformationen
SupportTechnische Beratung, Ersatzteile und Reparaturmöglichkeiten

Fehlende Informationen sollten mit „keine Angabe“ gekennzeichnet werden und nicht anhand ähnlicher Produkte geschätzt werden.

Warnsignale in Produktbeschreibungen, Zertifikaten und Testvideos

Eine Angabe sollte genauer geprüft werden, wenn:

  • Das CE-Zeichen ohne modellspezifische Konformitätserklärung angezeigt wird.
  • Die maximale Stromstärke wird ohne Lastspannung oder Einschaltdauer angegeben.
  • Ein Zertifikat für mehrere nicht identifizierte Geräte vorgelegt wird.
  • Das Testvideo zeigt nicht das genaue Modell und den genauen Messaufbau.
  • Eine Kurzlichtbogen-Demonstration als Test bei voller Leistung präsentiert wird.
  • Die Versorgungsspannung, die Kabelanordnung oder die Testdauer werden nicht angegeben.
  • Das Typenschild weicht von der Produktbeschreibung ab.

Ein fehlendes Detail ist nicht automatisch ein Beweis für Täuschung. Es ist jedoch ein Grund, vor einer Kaufentscheidung nach nachvollziehbaren Informationen zu fragen.

5. Vier Szenarien zur Überprüfung in der Praxis

Die richtigen Prioritäten bei der Überprüfung hängen von der jeweiligen Aufgabe ab. Im Folgenden werden typische Szenarien beschrieben, keine Kundenfallstudien.

WIG-Schweißen von dünnem Edelstahl in einer kleinen Werkstatt

Die Aufgabe besteht darin, dünne Edelstahlbleche oder kleine Bauteile mit einer einphasigen 230-V-Werkstattstromversorgung zu verbinden.

Bei der Auswahl stehen eine stabile Niedrigstromregelung, eine zuverlässige Lichtbogenzündung, eine geeignete Impulsanpassung sowie die richtigen Brenner und Verschleißteile im Vordergrund. Die maximale Stromstärke ist in der Regel weniger wichtig als die Regelbarkeit im unteren Bereich des Strombereichs.

Als praktisches Beispiel vereint das Modell Tokyo 2300 einen 10–200-A-Gleichstrom-WIG-Bereich mit einstellbaren Pulsparametern, Hochfrequenz-Lichtbogenzündung und optionaler Stromsteuerung per Fußpedal. Diese Funktionen sind für kontrollierte WIG-Arbeiten an Edelstahl relevanter als die maximale Stromstärke allein, da sie dem Bediener helfen, die Lichtbogenzündung, die Wärmeeinbringung und Stromänderungen während des Schweißvorgangs zu steuern. Die vollständigen Betriebsbereiche und Details zum Zubehör sollten dennoch auf der Produktseite des Tokyo 2300 überprüft werden.

Ein häufiger Fehler ist es, sich beim Kauf ausschließlich auf die Angabe „200 A“ zu verlassen oder anzunehmen, dass ein Gleichstrom-WIG-Gerät für das herkömmliche Wechselstrom-WIG-Schweißen von Aluminium vorgesehen ist.

Wenden Sie sich an einen Fachmann, wenn der erforderliche Impulsbereich, die Wolframgröße, die Schutzgaskonfiguration oder der minimal nutzbare Strom unklar sind. Der Leitfaden zu den WIG-Schweißeinstellungen bietet zusätzliche Prozesshinweise.

Wig-schweissen-Einstellungen

Mobile Reparaturen an einer 230-V-Stromversorgung oder einem Generator

Die Aufgabe kann die Reparatur von Stahlhalterungen, Maschinen oder Baustellenkomponenten mit WIG- oder MMA-Schweißen umfassen.

Die Umgebung umfasst oft ein langes Verlängerungskabel, einen provisorischen Stromkreis oder einen Generator. Bei der Auswahl müssen daher der effektive Eingangsstrom, die Anforderungen an den Generator, der Kabelquerschnitt und die voraussichtliche Schweißzeit berücksichtigt werden.

Ein häufiger Fehler besteht darin, eine schwache Lichtbogenleistung dem Schweißgerät anzulasten, ohne den Spannungsabfall, den Zustand der Kabel oder die Regelung des Generators zu überprüfen.

Vor dem Einsatz eines unzuverlässigen Generators, einer langen Kabelstrecke oder eines Stromkreises, der gemeinsam mit anderen Geräten mit hoher Last genutzt wird, ist eine fachkundige Beratung ratsam.

Wiederholte Fertigung nahe der Einschaltdauergrenze

Die Aufgabe besteht im wiederholten Schweißen von Rahmen, Halterungen oder Rohrbaugruppen in einer beheizten Werkstatt.

Das wichtigste Auswahlkriterium ist der Einschaltfaktor bei der für das Verfahren tatsächlich erforderlichen Stromstärke. Auch die Kühlung, der Luftstrom, die Brennerleistung und der Produktionsablauf spielen eine Rolle.

Ein häufiger Fehler besteht darin, die maximale Stromstärke als Dauerleistung anzusehen. Wiederholte thermische Abschaltungen können darauf hindeuten, dass der Arbeitszyklus die Nennleistung des Geräts überschreitet, die Belüftung eingeschränkt ist oder die Maschine für die erforderliche Leistung ungeeignet ist.

Holen Sie technischen Rat ein, wenn die geplante Lichtbogenzeit sich der angegebenen Einschaltdauergrenze nähert oder der thermische Schutz regelmäßig anspricht.

B2B-Eingangsprüfung und Flottenstandardisierung

Die Aufgabe besteht darin, eine Mustermaschine freizugeben oder die Ausrüstung über mehrere Arbeitsplätze hinweg zu standardisieren.

Einkaufs- und Qualitätsteams sollten modellspezifische Angaben, Typenschilder, Handbücher, Zubehör und Abnahmekriterien vergleichen. Bei größeren Bestellungen kann eine dokumentierte Musterprüfung angebracht sein.

Der häufigste Fehler besteht darin, eine allgemeine Erklärung oder Vorführung als Nachweis für jedes Modell oder jede Charge zu akzeptieren.

Fordern Sie professionelle Unterstützung an, wenn Dokumente widersprüchlich sind, interne Qualitätsverfahren eine Kalibrierung erfordern oder mehrere Maschinen kompatible Brenner, Kabel oder Verbrauchsmaterialien gemeinsam nutzen müssen. Relevante Artikel finden Sie in den Kategorien „WIG-Zubehör und Verschleißteile“ sowie „Schweißstäbe und Elektroden“.

6. Fehlerbehebung bei geringer Leistung und Treffen einer sicheren Kaufentscheidung

Eine wahrgenommene geringe Leistung bedeutet nicht immer, dass die angegebene Nennleistung falsch ist. Das Gerät, die Stromversorgung, die Messmethode und der Schweißkreis müssen separat bewertet werden.

Wenn der gemessene Strom niedriger ist als erwartet

SymptomMögliche UrsacheSichere erste Überprüfung
Schwacher oder instabiler LichtbogenNiedrige Netzspannung oder ungeeigneter GeneratorÜberprüfen Sie die Versorgungsspezifikation und die Spannung unter Last
Schlechte EindringtiefeZu geringer Strom, schlechte Vorbereitung oder zu hohe VorschubgeschwindigkeitÜberprüfen Sie die Einstellungen, die Nahtvorbereitung und die Technik
Leistungsabfall während des SchweißvorgangsTemperaturschutz oder eingeschränkter LuftstromSchweißen unterbrechen und das Gerät abkühlen lassen
Heiße SteckverbinderLose oder beschädigte VerbindungGerät ausschalten und externe Stecker und Kabel überprüfen
Anzeige weicht vom Messwert abUngeeignetes Messgerät, dynamischer Strom oder KalibrierungsproblemWiederholen Sie die Messung nur mit geeigneter Ausrüstung
Wiederholte Auslösungen des SchutzschaltersVersorgungsbeschränkung, Fehler oder übermäßiger BedarfBetrieb einstellen und einen qualifizierten Elektriker oder Servicetechniker hinzuziehen

Entfernen Sie keine Abdeckungen und nehmen Sie keine Einstellungen an internen Komponenten vor. Stellen Sie den Betrieb der Maschine ein, wenn die Isolierung beschädigt ist, ein Brandgeruch auftritt, ungewöhnliche Geräusche zu hören sind, es wiederholt zu unerklärlichen Abschaltungen kommt oder eine sichtbare Überhitzung vorliegt.

Bitte klären Sie vor dem Kauf das genaue Verfahren, die erforderliche Stromstärke, den Einschaltfaktor, die Stromversorgung, die Kabelanforderungen, das Zubehör und den verfügbaren Service ab. Bei Störungen, die nicht durch sichere äußere Überprüfungen behoben werden können, lesen Sie bitte die Garantie- und Reparaturhinweise.

Vergleichen Sie die TIG-Schweißgeräte von VECTOR WELDING nach Verfahren, Nennleistung, Einschaltdauer, Stromversorgungsanforderungen und Zubehör. Für DC-TIG-Arbeiten an Stahl und Edelstahl bietet die Kategorie der DC-TIG-Schweißgeräte einen gezielteren Ausgangspunkt.

Wenden Sie sich an den Kunden- und technischen Support von VECTOR WELDING, wenn Unsicherheiten hinsichtlich des richtigen Strombereichs, der Stromversorgung, des Einschaltdauerverhältnisses oder der richtigen Zubehörkombination bestehen. Teilen Sie unserem Team Ihr Material, die Materialstärke, das Schweißverfahren, die erwartete Lichtbogenzeit, die verfügbare Stromversorgung und die in die engere Wahl gekommenen Modelle mit. Wir helfen Ihnen bei der Interpretation der Spezifikationen, prüfen die Eignung für Ihre Anwendung und stellen fest, ob eine weitere Servicebewertung angebracht ist. Eine Beratung oder ein Testschweißen kann auch in unserem Showroom in Köln vereinbart werden, wo sich unsere Büros, die Werkstatt, das Lager und der Vertrieb befinden.

7. FAQ

F: Was bedeutet die Zertifizierung von Schweißgeräten?

A: Damit kann die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, normgerechte Prüfungen, Kalibrierung oder die Validierung von Geräten gemeint sein. Die genaue Art des Nachweises sollte stets angegeben werden.

F: Was belegt die CE-Kennzeichnung auf einem Schweißgerät?

A: Sie zeigt an, dass der Hersteller die Konformität mit den für das Produkt geltenden EU-Anforderungen erklärt. Sie bestätigt jedoch nicht unabhängig jede angegebene Leistungsangabe.

F: Ist die CE-Kennzeichnung dasselbe wie eine Zertifizierung durch eine unabhängige Stelle?

A: Nein. Die CE-Kennzeichnung allein gibt keinen Aufschluss darüber, ob ein unabhängiges Labor an der Konformitätsbewertung oder an Leistungsprüfungen beteiligt war.

F: Garantiert die CE-Kennzeichnung die angegebene maximale Stromstärke?

A: Nein. Die Stromstärke muss unter Berücksichtigung der Lastspannung, des Einschaltdauerverhältnisses, des Schweißverfahrens und der Prüfbedingungen bewertet werden.

F: Welche Unterlagen sollten einem in Deutschland verkauften Schweißgerät beiliegen?

A: Achten Sie auf die Produktkennzeichnung, die Betriebs- und Sicherheitsanweisungen sowie eine für das jeweilige Modell gültige EU-Konformitätserklärung.

F: Was ist eine EU-Konformitätserklärung?

A: Es handelt sich um eine unterzeichnete Erklärung, in der das Produkt identifiziert und bestätigt wird, dass es den einschlägigen EU-Rechtsvorschriften und den darin genannten technischen Anforderungen entspricht.

F: Woran erkenne ich, ob eine Erklärung zu meinem Gerät gehört?

A: Vergleichen Sie Modell, Hersteller, Produkttyp und Nennwerte mit dem Typenschild und der Bedienungsanleitung. Etwaige Unstimmigkeiten sollten vor der Nutzung oder dem Kauf geklärt werden.

F: Was ist der Unterschied zwischen Maximalstrom und Nennschweißstrom?

A: Der Maximalstrom ist die höchste angegebene Ausgangsleistung. Der Nennstrom ist nur in Verbindung mit der entsprechenden Lastspannung, dem Einschaltdauerverhältnis und den Betriebsbedingungen aussagekräftig.

F: Wie wirkt sich der Einschaltdauer auf die nutzbare Schweißstromstärke aus?

A: Er begrenzt, wie lange ein Gerät innerhalb eines definierten Zeitraums mit einer angegebenen Leistung schweißen kann, bevor eine Abkühlung erforderlich ist.

F: Warum muss die Lastspannung bei der Überprüfung der Stromstärke berücksichtigt werden?

A: Strom und Lastspannung definieren gemeinsam den Nennbetriebspunkt. Ein unter einer anderen Last gemessener Strom ist kein direkter Vergleichswert.

F: Kann ich den Schweißstrom mit einer Stromzange überprüfen?

A: Eine geeignete Gleichstrom-Stromzange kann ein annäherndes Ergebnis liefern, jedoch beeinflussen die Leistungsfähigkeit des Messgeräts, die Platzierung der Leiter und dynamische Lichtbogenbedingungen die Genauigkeit.

F: Warum weicht die angezeigte Stromstärke vom gemessenen Strom ab?

A: Zu den Ursachen zählen Messbeschränkungen, sich ändernde Lichtbogenbedingungen, ein Spannungsabfall an der Versorgungsspannung, Anzeigetoleranzen oder ein technischer Fehler.

F: Kann eine schwache 230-V-Versorgung die Schweißleistung beeinträchtigen?

A: Ja. Eine niedrige Spannung, ein überlasteter Stromkreis, ein langes Verlängerungskabel oder ein ungeeigneter Generator können die Leistung einschränken.

F: Beeinflussen die Länge und der Querschnitt der Schweißkabel die Leistung?

A: Ja. Lange, zu dünne, beschädigte oder schlecht angeschlossene Kabel können zu Spannungsabfall, Überhitzung und instabilem Schweißverhalten führen.

F: Ist jedes 200-A-WIG-Schweißgerät für Aluminium geeignet?

A: Nein. Das herkömmliche WIG-Schweißen von Aluminium erfordert in der Regel ein WIG-Gerät mit Wechselstromfähigkeit. Die Strombelastbarkeit allein bestimmt nicht die Prozesskompatibilität.

F: Wann sollte ein Schweißgerät kalibriert oder validiert werden?

A: Eine Überprüfung kann aufgrund von Qualitätsvorschriften, nach entsprechenden Reparaturen oder wenn die Leistung wiederholt von den erwarteten Werten abweicht, erforderlich sein.

F: Wie sind die Nennwerte des Tokyo 2300 zu interpretieren?

A: Der WIG-Bereich reicht bis 200 A, wobei der Wert von 200 A an einen Einschaltfaktor von 40 % gebunden ist. Es handelt sich nicht um eine Dauerleistung von 200 A.

F: Was sollte ich bereitstellen, wenn ich technischen Support anfordere?

A: Halten Sie das Modell, den Prozess, das Material, die Materialstärke, Angaben zur Stromversorgung, die Schweißdauer, die Einstellungen, die Kabelanordnung sowie ein Foto des Typenschilds bereit.